Frei­heit con­tra Gleich­heit

In vie­len Gesell­schaf­ten ist Gleich­heit wich­ti­ger als Frei­heit. War­um?

Viel­leicht ver­birgt sich dahin­ter die Angst, zu ver­sa­gen. Frei­heit bedeu­tet immer auch die Frei­heit, sich falsch zu ent­schei­den und damit schei­tern zu kön­nen. Viel­leicht treibt gera­de die­se Ver­sa­gens­angst Men­schen dazu, es sich auf einem gleich­blei­ben­den Niveau bequem zu machen und eigen­ver­ant­wort­li­ches Han­deln zu erschwe­ren. Nach dem Mot­to: Bevor eini­ge Schei­tern blei­ben wir doch lie­ber alle gemein­sam auf nied­ri­gem Niveau. Wie sozi­al.

Wil­lens­schwä­che durch zu viel Frei­heit?

In unse­rer Gesell­schaft sind die meis­ten Men­schen heu­te so frei wie es kaum Men­schen zuvor in der Geschich­te waren. Ihr Leben ist nicht mehr aus­schließ­lich durch Geburt, Geschlecht oder Her­kunft bestimmt.

Doch je grö­ßer die Anzahl der Mög­lich­kei­ten wird, aus denen Men­schen sich ihre Tätig­kei­ten und Inter­es­sen her­aus­su­chen kön­nen, des­to grö­ßer wird die Anzahl jener Mög­lich­kei­ten, die auf­grund der gerin­gen Lebens­zeit über­haupt nicht erfah­ren wer­den kön­nen.