Tei­le und ver­lie­re

Frü­her leb­ten Men­schen in klei­nen Gemein­schaf­ten zusam­men. Ihre Lebens­welt und -wirk­lich­keit war über­schau­bar. Irgend­wann kam er zu einem Punkt, an dem die Men­ge des Wis­sens und der Erfah­rung so groß wur­de, dass nicht mehr jeder „alles” wis­sen konn­te.

Mit stei­gen­dem Lebens­ni­veau haben sich Wis­sen und Erfah­rung immer wei­ter unter den Men­schen dif­fe­ren­ziert. Heu­te kann nie­mand mehr alles über­bli­cken. Beson­ders die Zusam­men­hän­ge zwi­schen ver­schie­de­nen Ent­wick­lun­gen kön­nen kaum abge­schätzt wer­den. Die Welt ist „zu groß gewor­den”. Die­se „teil­wei­se Blind­heit” könn­te dem Men­schen lang­fris­tig sehr scha­den. Viel­leicht fatal.

Unwis­sen­heit ist ein Segen

Wenn man zu viel nach­denkt und weiß, kann man sich irgend­wann an dem Punkt befin­den, an dem man das Leben nur noch „ver­lebt”; immer im Vor­aus schon „weiß”, war­um man etwas zu genau die­ser Zeit tut. Durch zu viel Wis­sen kann man sich der­ma­ßen ent­zau­bern, sodass der Reiz des Lebens schwin­det, der auch in Unvor­her­seh­ba­rem und in Über­ra­schen­dem liegt.

Zu viel Bil­dung ent­zau­bert die Welt.